Zwei Mitarbeiter, zwei Traktoren
Es schneit unentwegt. Der viele Schnee wird von Sturmtief Elli zu bis zu einem Meter hohen Schneeverwehungen aufgetürmt. Keine Katastrophe, aber viel Arbeit für Dirk Deckert. Er sitzt bereits seit 5 Uhr in der Frühe auf dem Kommunalschlepper und bahnt sich mit dem Schneeschild den Weg durch den Schnee. Die 66 PS, die ihm zur Verfügung stehen, reichen kaum aus, um den Schnee aus dem Weg zu räumen. Immer wieder setzt er zurück, um dann mit etwas Anlauf die immer wieder auftretenden Schneeverwehungen zu beseitigen.
Dirk Deckert ist einer von zwei Mitarbeitern des Bauhofes der Gemeinde Gorleben. Der Weg, den er an diesem kalten Januarmorgen räumt, verbindet die kleine Ortschaft Meetschow mit der Bushaltestelle an der nur wenige hundert Meter entfernten Kreisstraße. Die muss sicher erreichbar sein, schließlich ist es ein ganz normaler Arbeitstag, auch wenn die Kinder aufgrund der Witterung vorsorglich vom Schulunterricht befreit wurden.
Hohe Lebensqualität
Gorleben? Stimmt, da war doch mal was. Die Proteste gegen ein mögliches Endlager sind längst Geschichte. Das Erkundungsbergwerk ist inzwischen als ungeeignet für ein Endlager eingestuft und wird aktuell wieder verfüllt. Das Zwischenlager dürfte dagegen länger bleiben. Gorleben ist aber sehr viel mehr als nur Standort eines Zwischenlagers. Gorleben und das zur Gemeinde gehörende Meetschow sind zwei Dörfer mit einem hohen Maß an Lebensqualität.
Direkt an der Elbe gelegen, inmitten des Biosphärenreservats Elbtalauen, sind beide Orte von einer faszinierenden Natur umgeben. Am Elbufer bauen Biber ihre Burgen. Auf den Wiesen suchen Kraniche und Störche nach Nahrung, hoch über der Elbe kreisen Seeadler. Mit etwas Glück lassen sich sogar Wölfe beobachten. In der Gemeinde im Osten Niedersachsens leben rund 700 Einwohner. Dazu kommen 36 Betriebe aus den Bereichen Handwerk, Landwirtschaft und Gewerbe.
Breites Aufgabenspektrum
Lebensqualität hängt wesentlich von einer funktionierenden Infrastruktur sowie von einem gepflegten Erscheinungsbild eines Ortes ab. Um beides kümmert sich in Gorleben der gemeindeeigene Bauhof. Der gehört mit seinen zwei Mitarbeitern zu den kleinen Bauhöfen. Mit Blick auf das Aufgabenspektrum haben die beiden Mitarbeiter Dirk Deckert und Dieter Bauch gleichwohl das volle Programm klassischer Bauhoftätigkeiten vor der Brust.
„Wir erledigen kleinere Reparaturen am gemeindeeigenen Straßen- und Wegenetz, kümmern uns um die Grünflächen, sehen auf den drei Spielplätzen nach dem rechten und leeren die Papierkörbe“, fasst Dirk Deckert einen Teil des Aufgabenspektrums zusammen. Dazu kommen Aufgaben im Gebäudemanagement. Dirk Deckert ist in Personalunion auch Hausmeister der gemeindeeigenen Mehrzweckhalle.
Stephan Keppler,
Redaktion KommunalTechnik
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