KT - Diskussionsrunde

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Thomas Egger, Bauhofleiter in Trostberg, betreibt seit Jahren aktiv und erfolgreich Interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden aus seinem Landkreis. Dazu gehört neben der gemeinsamen Fuhrparknutzung die Organisation von Bauhofleitertreffen, gemeinsamen Mitarbeiterschulungen und einer Einkaufgemeinschaft. Bis auf den Punkt Fuhrpark ließen sich diese gemeinsamen Aktionen genauso gut zusammen mit den benachbarten Landkreisen durchführen. So die Idee von Thomas Egger, der KommunalTechnik darum gebeten hat, die Kollegen aus den Landkreisen an einen Tisch zu holen, um diese Idee zu diskutieren.

KT: In welchen Bereichen können Baubetriebshöfe denn sinnvoll kooperieren und wo sind die Grenzen für eine Zusammenarbeit?Egger: Ein Bereich kann die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen und Geräten sein. Das betrifft oftmals vor allem Spezialtechnik, die ein Betrieb allein in der Regel nicht wirtschaftlich auslasten kann. Solche Maschinen werden meist mit Fahrer verliehen, weil sonst zusätzlich eine Einweisung auf die Maschine nötig wäre. Begrenzender Faktor ist die Entfernung zwischen den Bauhofstandorten bzw. die Nähe der Gemeindeflächen zueinander. Dieses logistische Problem verstärkt sich wenn man die Zusammenarbeit über mehrere Landkreise spannt.Fuchshuber: Wir sind Bauhof der Kreisstadt und unser Fuhrpark ist entsprechend umfangreicher ausgestattet als die unserer direkten und kleineren Nachbargemeinden. Deshalb können wir mit diesen Bauhöfen "nur" sporadisch und eher einseitig zusammenarbeiten. Wir geben in der Regel mehr als wir nehmen. Wir sehen uns dort als Dienstleister und stellen unsere Arbeiten in Rechnung. Wir lasten dadurch unsere Maschinen besser aus, aber echte Vorteile ziehen wir aus dieser Form der Zusammenarbeit nicht. (...)

Schreiner: Uns geht es ähnlich wie Pfarrkirchen. Fahrzeuge ohne Bedienpersonal verleihen wir i.d.R. nicht. Kleinere Gemeinden haben meist nicht die Möglichkeit Gegenleistung zu erbringen. Sinnvoller ist sicherlich einzelne Leistungen im Bedarfsfalle als externe Leistungen anzubieten.Huber: Auch bei uns gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den kleineren Gemeinden aus der direkten Nachbarschaft relativ einseitig was die Technikausleihe betrifft. Aber wir pflegen diese Kooperationen trotzdem. Beispielsweise erledigen wir für die Gemeinde Erharting den Winterdienst eines angrenzenden Radweges weil der dortige Bauhof keine Geräte dafür hat. Dafür übernimmt der Bauhof Erharting den Winterdienst bei einer angrenzenden städtischen Straße. Das könnten wir mit unserer Technik zwar genauso gut selbst erledigen, aber auf diese Weise findet ein Ausgleich der gegenseitigen Leistungen statt. ...hier weiterlesen.

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